Integrationsprojekt

 

Vortrag Herr Fischer

 

Ein Projekt zum Thema „Migration und Integration in Deutschland“ führte Jakob Fischer in ...

 

...den 9. Klassen der Realschule Maria Stern durch. Dieses Projekt, das vom Bundesinnenministerium und dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge gefördert wird, verfolgt das Ziel, Vorurteile gegenüber Spätaussiedlern, Asylbewerbern und in Deutschland lebenden Ausländern abzubauen.

 

In einer sehr abwechslungsreichen Präsentation erfuhren die Schüler Hintergründe und Ursachen zur oben genannten Problematik. Der Referent wechselte dabei zwischen Vortrag, übersichtlichen PowerPoint-Folien, kleinen Filmvorträgen und einer Führung durch die Wanderausstellung ab.

Ausgehend von der aktuellen Flüchtlingslage fand Jakob Fischer einen Einstieg in die Problematik und erklärte genau, warum das Land Italien allein mit der Aufnahme von Flüchtlingen überfordert ist. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass der G20-Gipfel in Hamburg mögliche Lösungen finden sollte. Sehr präzise erklärte Fischer den Unterschied zwischen Asylbewerbern und Spätaussiedlern. Er verdeutlichte zunächst, wie es im 18. Jahrhundert zur Auswanderung der Deutschen nach Russland kam und dass sich deren Lage seit dem 1. Weltkrieg sehr stark verschlechterte. In diesem Zusammenhang wurden die Begriffe „Repressalien“ und „Liquidationsgesetze“ definiert.

So genannte „Russlanddeutsche“ müssen beispielsweise ihr Kriegsfolgenschicksal und ihre Volkszugehörigkeit nachweisen und einen deutschen Sprachtest erfolgreich absolvieren, um sich in Deutschland einzubürgern.

 

Der Referent erklärte, wie es in den 50er-Jahren zur Einwanderung von Ausländern nach Deutschland kam. Unter bestimmten Voraussetzungen können Ausländer die deutsche Staatsbürgerschaft erwerben. Unter anderem müssen sie einen Einbürgerungstest bestehen, den Herr Fischer in Ausschnitten mit den Schülern durchführte. Dabei wurden sogar deutsche Volks- und Kinderlieder gemeinsam gesungen.

 

Mit dem Projekt leistet Jakob Fischer seinen Beitrag, Menschen, die dauerhaft und rechtmäßig in Deutschland leben, in die Gesellschaft zu integrieren.

 

 

Helmut Radeck